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Konzert im Juni 2018

Sonntag, 10. Juni 2018, 17.00 Uhr, Franziskanerkirche Luzern

Wie jedes Jahr steht unser Juni-Konzert unter dem Motto “Wir fördern junge Solisten”. Wir freuen uns sehr darauf, mit diesen vielversprechenden Talenten zu musizieren.

Johann Sebastian Bach:
Aus der Tiefen ruf ich BWV 131

Carl Philipp Emanuel Bach:
Konzert für Violoncello und Orchester A-Dur Wq.172

Johann Christian Bach:
Miserere B-Dur T 207/5

Chor und Orchester des Bach Ensemble Luzern

Franz Schaffner, Leitung

Gabriela Glaus, Sopran
Stefan Wieland, Altus
Joël Morand, Tenor
Balduin Schneeberger, Bass

Weitere Infos und Tickets: http://bachensembleluzern.ch

Eine junge Solistin sagt: “Danke Franz!”

Die junge Solistin Ursina Patzen richtet in ihrem Gastbeitrag ein paar Worte an Franz Schaffner:

Lieber Franz Schaffner

Seit einem Jahr fördern das Bach Ensemble und Du junge Solisten bei euren Konzerten. Als du mich letztes Jahr darauf angesprochen hast, dass vielleicht auch für mich eine Möglichkeit auf eine Mitwirkung in einem Deiner Projekte besteht, habe ich mich sehr darüber gefreut. Dass es jetzt geklappt hat, ist um so schöner, war es doch ein lang gehegter Wunsch von mir. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein renommiertes Ensemble für bedeutende Konzerte junge Solisten und Solistinnen engagiert. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel und stärkt mich in meiner Tätigkeit als Sängerin.

In meiner Ausbildung wurde mir gesagt, dass Selbstzweifel häufig und durchaus normal sind und wie du weist, habe ich ab und zu damit zu kämpfen. Durch dich habe ich gelernt, dass es wichtig ist, für sich einzustehen, seine eigene musikalische Persönlichkeit zu entwickeln und an sich zu glauben. Dank Engagements, wie das kommende Konzert am 11. Juni, fühle ich mich in meiner Entwicklung bestätigt und freue mich darauf, mein Können zu präsentieren. Unsere Diskussionen über Bachs Musik und deren Interpretation im Unterricht habe ich stets genossen. Du hast mich durch deine Offenheit und Denkanstösse ermutigt, meine Sicht der Dinge auszudrücken und zu erweitern. Die h-Moll Messe haben wir zu dieser Zeit leider nur am Rande gestreift, um so mehr freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dir und dem Bach Ensemble an diesem Meisterwerk.

Ich möchte mich auf diesem Weg bei Dir und dem Bach Ensemble herzlich dafür bedanken, dass ihr an uns junge Sängerinnen und Sänger glaubt und uns im wahrsten Sinne des Wortes eine Stimme gebt. Ich bin stolz darauf, ein Teil davon zu sein. Danke Franz! Macht weiter so!

In Vorfreude,

Ursina

 

Bach? Vivaldi? Händel? – Gastbeitrag von Chorsänger Theo Känzig

Eigentlich egal! Jedes dieser Musikstücke, das von diesen und anderen grossen Komponisten aus der Barockzeit geschrieben wurde, sind ein grosses Wunder. Und diese Wunder werden von Franz Schaffner in seinem Bach-Ensemble Luzern, zusammen mit Chor, Orchester sowie namhaften Solisten den Zuhörern in der Franziskanerkirche oder dem KKL nahe gebracht.

Dieser Chor ist für mich aber ebenfalls ein kleines Wunder. Maximal 4 bis 5 Proben von 1 ½ Stunden müssen genügen (damit Hausaufgaben inklusive), unbekümmert um die Länge und Schwierigkeit des Werkes. Und genau dies fasziniert mich. Denn nach Jahrzehntelangem Singen in grossen Chören als Chorsänger und gelegentlichen solistischen Auftritten kann man ohne diese Musik kaum mehr leben!

So bewarb ich mich im Bach-Ensemble Luzern. Rund 50 Sängerinnen und Sänger bestreiten diese Konzerte, wobei Franz streng darauf achtet, dass alle Stimmen zahlenmässig gleich stark sind. Man spürt dabei in den Proben bei den Teilnehmern eine grosse Begeisterung, aber auch verantwortungsbewusstes Singen.

Unser Dirigent Franz Schaffner ist kein Mann der grossen Worte, dafür der Taten. Einmal gesagt, und der Chor kapiert’s. An der ersten Probe prüft er, ob die Hausaufgaben gemacht wurden, an den übrigen wird gefeilt und der Chor macht sich mit seiner Interpretation vertraut.

Ich bemerkte bald, dass man hier wie in eine Familie integriert wird, und dies führt dazu, dass man sich wohl fühlen kann, aber auch Stolz sein darf, dazu zu gehören. Zwar wohne ich am Zürichsee, die Reise nach Luzern lohnt sich aber jederzeit.

Nun steht das Weihnachtskonzert vor der Tür mit Werken von J.S.Bach und Vivaldi, und die Probe mit dem Orchester war für uns wiederum fast ein „Hit“. Im Konzert kommen noch 2 Violinkonzerte dazu, interpretiert vom Luzerner Daniel Dodds, welche der Chor ebenso geniessen darf wie die Konzertbesucher.

Für mich aber besteht der Wunsch, noch lange in diesem wunderbaren Ensemble mitwirken zu dürfen. Und ich hoffe, diese Musik gehe allen Konzertbesuchern ebenso zu Herzen wie uns Chorsängern.

Theo Känzig

Weihnachtskonzert des Bach Ensemble Luzern

Sonntag,18.Dezember 2016, 19.30 Uhr im KKL Luzern, Konzertsaal

Johann Sebastian Bach:
BWV 191 Gloria
BWV 243 Magnificat

Antonio Vivaldi:
Gloria
Winter (aus den «Vier Jahreszeiten»)

Johann Sebastian Bach:
BWV 1042 Violinkonzert E-Dur

Daniel Dodds Violine
Barbara Zinniker Sopran
Barbara Erni Alt
Simon Witzig Tenor
Serafin Heusser Bass

Chor und Orchester
des Bach Ensemble Luzern

Franz Schaffner Leitung

Infos und Tickets: http://bachensembleluzern.ch

November-Konzert

Sonntag, 6. November 2016 um 17.00 Uhr in der Franziskanerkirche Luzern

Kammermusik von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach gespielt vom Quartett des Bach Ensemble Luzern

Mit einer leckeren Auswahl von kammermusikalischen Werken von Vivaldi und Bachstellen sie ausgewählte Sonaten von Vivaldi solchen von Bach gegenüber. Mit Sonaten für jedes Soloinstrument, für das Trio und die gesamte Quartett-Besetzungzeigt sich die ganze Palette voller wunderbarer Kammermusik, die in der kunstvollen Trio-Sonate aus dem “musikalischen Opfer” von Johann Sebastian Bach gipfelt.

Quartett des Bach Ensemble Luzern:
Gabriela Schüpfer, Flöte
Naomi Lozano-Tolksdorf, Violine
Jürg Eichenberger, Violoncello
Franz Schaffner, Orgel und Cembalo

Chorsänger Arnold Wettstein: Warum Bach Ensemble, warum Bach, warum überhaupt Musik?

In jungen Jahren, doch bereits in Ausbildung zum Architekten hörte ich die H-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Hätte ich mich nicht an der Kante festgehalten, hätte es mich wohl unter den Zeichentisch geschleudert. Dieses Werk möchte ich singen. Werde ich jedoch einmal die notwendige gesangliche Fertigkeit erlangen? Nach abgeschlossener obligatorischer Schulzeit öffnet sich eine neue Welt, oder besser, eine ganze Welt bricht auf einen herein. Für welches Gebiet künftiger Tätigkeit soll man sich entscheiden? In der Gesamtauslage von Berufen trifft man auch auf eine breite Palette im schöpferischen Bereich. Ich entschied mich, auf dem bildnerischen Gebiet tätig zu werden. Die Musik begleitete mich jedoch über die ganze Zeit als Sänger in mehreren Chören. Die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Werken hat meine tägliche Arbeit wesentlich befruchtet.

Alle schöpferischen Tätigkeiten haben eine gemeinsame Basis, es sind nebst der Sensibilität des Empfindens auch die klaren Gesetzmässigkeiten die den Werken zu Grunde gelegt werden. In der Musik ist es unter anderem der Kontrapunkt, in der Malerei die Form und Gegenform, in der Bildhauerei Körper und Raum, und in der Architektur Raumvolumen und Zwischenraum, Licht und Schatten und der goldenen Schnitt, usw. Ist Musik denn etwas anderes als Architektur? Oder andersherum gefragt, sind es nicht die Obertöne die in guter Architektur mitschwingen? Die Geschichte scheint die Verwandtschaft unter den verschiedenen Disziplinen zu bestätigen, denn viele Künstler waren auf mehreren Gebieten tätig. Paul Klee – der Bach bildnerischen Schaffens – war auch Musiker, Le Corbusier hat sich eingehend mit Klangordnung befasst, Schönberg war Musiker, Maler und Dichter, usw. Alma Mahler hat gar auf „allen Registern“ schöpferischer Geister gespielt.

Während der Berufsausübung mit eigenem Büro und der Lehrtätigkeit im selben Fach wäre es unmöglich gewesen, im Bach Ensemble mitzusingen. Der Anspruch, die Werke selbständig einzuüben, dafür hätte mir die notwendige Zeit gefehlt. Später haben sich Türen – so quasi Echokammern – für mehr Musik geöffnet. Der Nachhall hat in mir dann auch einiges ausgelöst. Vor Eintritt ins Bach Ensemble habe ich festgestellt, dass (nur) Singen von gregorianischem Choral nicht genügt um die Stimme in Schwung zu halten. Es war ein Versuch wert, ob ich den hohen Anforderungen des Bach Ensemble gewachsen bin. Und siehe da, endlich durfte ich die H-Moll- Messe singen, grossartig, und wir werden sie demnächst nochmals aufführen. Ich musste mich lange gedulden, beinahe so lange wie deren erste vollständige Aufführung nach ihrer Entstehung. Diese Messe ist für mich Essenz Bach’schen Schaffens. Auch in Kantaten, Motetten, Oratorien und Passionen hat mir Bach neue Welten geöffnet. Dann die Gegenüberstellung zu Werken anderer Komponisten, unterschiedlicher Temperamente, vereint in einem Programm, ist hoch interessant. Die Vermittlung der Kompositionen in den Proben und letztlich die gelungenen Aufführungen rühren mich immer wieder an.

Die Frage, ob ich den Anforderungen gewachsen bin stelle ich mir heute nicht mehr, sondern versuche seit sieben Jahren, ihnen gerecht zu werden. Mit dem Eintritt ins Bach Ensemble habe ich – wenn auch spät- gut gewählt und hoffe, dass meine Stimme weiterhin mithält. Voll „Sangesdrang“ freue ich mich auf die nächsten Konzerte. Singen im Chor ist ein gemeinsamer Akt, es ist Empfinden das gemeinsam zum Ausdruck gebracht wird. Ueber den hohen Wert vereinten Wirkens schreibt Franz Kafka „……erst im Chor mag eine gewisse Wahrheit liegen“.

Arnold Wettstein

Das Bach Ensemble mit jungen Solisten

Solisten auswählen geschieht auf verschiedenen Ebenen.

Zuerst: passt die Stimme zu dieser Arie, zu jenem Rezitativ? Dann: Wer von den möglichen Solisten war länger nicht mehr bei uns?

Das ist dann die Frage des Beziehungsnetzes. Über eine lange Zeit von über 30 Jahren ergibt sich eine „Solistenfamilie“. Das heisst: So viele kommen immer wieder gerne, nicht weil die Gage opulent wäre, sondern weil es schön war, zusammen zu musizieren. Denen möchten wir ebenso die Treue halten wie sie es uns tun. Wir haben immerhin pro Jahr etwa 16 Partien zu vergeben, das ist nicht wenig, aber manchmal auch zu wenig, um alle zu berücksichtigen, die man gerne möchte.

Aber auch: Wie bei allen mit uns vergleichbaren Veranstaltern kommen immer wieder Anfragen und Bewerbungen, früher per Post mit CD, heute per mail mit Link auf die entsprechende Website. Auf diese Weise sind schon viele neue und wertvolle Bekanntschaften hervorgegangen.

Und eine weitere Ebene: die jungen Talente, vielversprechend und zu Recht ambitiös. Sie müssen Möglichkeiten erhalten, um Zuhörer von ihren Fähigkeiten zu überzeugen und selbst Erfahrungen zu sammeln.

So haben wir beschlossen, ein Konzert jährlich ausschliesslich mit jungen Sängerinnen und Sängern als Solisten zu besetzen. Das sind junge Menschen, die in der Schlussphase ihres Gesangsstudiums stehen oder den Abschluss vor kurzem erfolgreich geschafft haben.

Dieses Vorhaben setzen wir im kommenden Juni-Projekt erstmals um und wollen dies als festen Bestandteil unserer „Konzert-Strategie“ wissen. Es wird nicht schwer sein, diese jungen Talente zu finden, es kann aber zur Qual der Wahl werden. Die öffentliche Podien, welche die Gesangsklassen der Hochschule Musik regelmässig veranstalten, geben davon beredtes, will heissen gesungenes Zeugnis ab.

Darum freuen wir uns auf das nächste Konzert mit den jungen Solisten, auch deshalb, weil wir auch um ihre Vorfreude wissen.

Franz Schaffner

 

 

Juni-Konzert 2016

Bach: BWV 116  Du Friedefürst, Herr Jesu Christi
Vivaldi: Psalm 111 Beatus vir
Vivaldi: Sommer und Concerto Nr. 12 G-Dur RV 298

Sommer (nach Vivaldi): Unter der harten Zeit sengender Sonne leiden Mensch und Herde und es glüht die Pinie.

Christina Boner-Sutter, Sopran
Laura Binggeli, Alt
Remy Burnens, Tenor
Martin Roth, Bass

Daniel Dodds, Violine

Alle Infos zum bevorstehenden Konzert vom Sonntag, 12. Juni um 17.00 Uhr in der Franziskanerkirche Luzern  finden Sie auf der Website: http://bachensembleluzern.ch/